Wer zur Zeit auf die Website der Hanse Sail schaut, findet ganz oben einen kleinen Beitrag über uns. Unserer Marianne geht es nämlich zunehmend schlechter – was nicht rostet, schimmelt. Deshalb möchte uns das Büro der Hanse Sail unter die Arme greifen und hat einen Spendenaufruf gestartet: Unter dem Motto “Holt sie nach Hause!” kann man nun auf einem extra eingerichteten Konto dafür sorgen, dass wir heil im August 2014 in Hannes Heimatstadt einlaufen können, bevor es weiter nach Berlin geht. Im Gegenzug stellt das Büro Spendenquittungen aus und der edle Spender wird namentlich auf unserer, wie auch auf der Hanse Sail Seite erwähnt. Hier nun also die Pressemitteilung der Hanse Sail:
Spendenaktion: Holt sie nach Hause!
Weltumsegler möchten zur Hanse Sail 2014 kommen

2014 möchte Hannes zusammen mit Ben und der „Marianne“ genau hierher zurückkehren. Foto: Gesine Schuer
Captain Ben Bart & Smutje Hannes Hafenklang sind die wohlklingenden Künstlernamen von zwei Weltumseglern, denen es um viel mehr geht, als um das pure Zurücklegen einer bestimmten Strecke auf See. Denn wohlklingend ist am Ende auch das „Gepäck“, was der Berliner Benjamin Schaschek (26) und der Rostocker Hannes Koch (24) von ihrer Reise mitbringen. Mithilfe von mobiler Aufnahmetechnik sammeln sie in vielen Häfen und Ländern Lieder von mehreren Künstlern, die sich persönlich nie begegnet sind. Jede Aufnahme findet zeitlich und räumlich getrennt von der anderen statt, denn ein Lied oder Fragment wird an einem Ort aufgenommen, an einem anderen Ort einem neuen Musiker vorgespielt und von diesem ergänzt. Das Wort „Weltmusik“ erfährt so eine ganz neue Dimension. Entgegen anderen Beiträgen soll es an dieser Stelle jedoch nicht so sehr um spannende Geschichten bezüglich der Piraterie im Suez-Kanal oder das neueste Musikprojekt gehen. Das Büro Hanse Sail möchte helfen, denn das Schiff, mit dem die beiden unterwegs sind, ist immerhin 36 Jahre alt und das gesamte Material muss höchsten Strapazen trotzen. Startpunkt ihrer Reise waren die Salomonischen Inseln, nordöstlich von Australien.
20.000 Kilometer unterm Bug
„Wir sind nun 18 Monate unterwegs, haben 11 Länder und drei Kontinente besucht und mehr als 20.000 Kilometer hinter uns gelassen. Vor uns liegen in weiteren 24 Monaten noch etwa 20 Länder, zwei Kontinente und noch mal so viele Kilometer. Das alles kann man ganz einfach auf einer Karte nachzählen. Unzählbar dagegen sind die erlebten Erfahrungen und die faszinierenden Menschen, die wir auf unserer Reise treffen durften“, schreibt Hannes im September 2012 per Mail an das Hanse Sail Büro. Der persönliche Kontakt zu Sail Chef Holger Bellgardt entstand auf der „boot“ 2012 in Düsseldorf. Die Segler hielten dort unter großem medialen Interesse mehrere Dia-Vorträge über den Start ihres Abenteuers auf See. Locker und fröhlich kommen sowohl ihre Präsentationen als auch ihre sehr regelmäßig geschriebenen Einträge auf der Homepage daher. Über Schwächen und Schwierigkeiten reden die sailing conductors eher selten. „Bis auf die witzigen Pannen lassen wir unsere Probleme – ganz ‘Stereotyp Mann’ – im jeweiligen Heimathafen. Im Vordergrund steht schließlich das Abenteuer Musik“, schreibt Smutje Hannes weiter. Einblick in die „Schattenseiten“ der Marianne und ihrer Crew gewähren sie den Lesern an dieser Stelle dennoch ausnahmsweise mal.
Fotos dokumentieren den Verfall
„Wir sind ehrlich gesagt selbst ein wenig erstaunt, wie viel Glück wir hatten und wie weit wir schon gekommen sind. Und das bei geringstem finanziellen Aufwand – nur mit viel Schweiß und Herzblut. Unzählbar sind eben auch die Reparaturen, die auf unserer 36-jährigen ‘Marianne’ ständig anfallen. Die meisten davon sind Kleinigkeiten, die wir selbst erledigen können und auch wollen. Manchmal kommen aber auch wir an unsere Grenzen“, schreibt Hannes.
- Die Reling will nicht mehr im Teak halten. / Our rail could fall off any minute now.
- Rost so weit das Auge reicht. / Rust everywhere.
- Wahnsinn, wie teuer das Internet in Madagaskar so ist. / Madagascar internet – not the cheapest
- Der wichtigste Knopf unseres GPS-Systems will nicht mehr. / The main button of our GPS system came off a while ago.
- Der Knopf vom Herd ist ab. Abhilfe schafft nun die Zange. / The knob on our stove fell off a long, long time ago – pliers do the trick.
- Der Lack ist ab. Sämtliches Holz an Deck benötigt einen neuen Anstrich. / We need new finish for all wooden components.
- Was nicht rostet schimmelt. So auch unsere Kissen. / If there’s no rust on it – there’s mold on it. Our pillows.
- Wir benötigen DRINGEND neues Antifouling. (Der nicht mehr vorhandene rote Lack) / We URGENTLY need new antifouling (the red protective paint that’s basically gone)
- Auch der Rucksack platzt aus allen Nähten. / Small things like ripping seams are also a hazard to our equipment
- Bordratte Rudolf hat auch vor unserem persönlichen Besitz nicht Halt gemacht. / Stowaway rat Rudolf even chewed away at our undies.
- Leuchtet nicht mehr. Die Kontakte unsere Navigationslichtes sind durchgefressen. / No more navigation lighting – Rudolf was a hardworking rat and messed with the cables.
- Undicht – Wasser im Boot und tägliches Pumpen sind die Folgen. / Leaky boat – water gets in and air goes out.
- Bis eben ging er noch. Anschlussterminal unseres Kühlschranks ist komplett durchgerostet. / It still worked just a minute ago. Our fridge plug is too rusty.
- Schon nach einem Monat funktioniert der Ladecontroller für unser Solarpanel nicht mehr. / Only one month after installing our charge controller for the solar panel, it broke
- Wer weiß wie lange das noch gut geht… / I’ll give it a month.
- Auch vor Musikinstrumenten macht der Rost nicht Halt. / Rusty guitars? You name it, we got it!
- Unsere selbstgenähte Flagge. Blass und zerfetzt. / Our homemade flag – sun-bleached and fringed
Die Fotos sind Bestandsaufnahmen, welche den gegenwärtigen Verfall dokumentieren. Was nicht rostet, schimmelt. Dinge, die isoliert betrachtet zwar ungefährlich sind, in ihrer Summe allerdings das ganze Projekt gefährden könnten. Lassen Sie uns die „Marianne“ gemeinsam nach Hause holen, damit sie 2014 zur Hanse Sail einläuft und von allen Interessenten und Unterstützern besichtigt werden kann!
Spenden bitte auf dieses Konto: Empfänger: Hanse Sail Verein e.V. Betreff: sailing conductors KTO: 19516658 BLZ: 20030000 IBAN: DE14200300000019516658 BIC: HYVEDEMM300
Alle Zuwendungen werden namentlich auf www.hansesail.com und www.sailingconductors.com veröffentlicht, wenn dem nicht widersprochen wird. Auch Sachspenden können im Büro Hanse Sail abgegeben werden. Gern begleiten wir Ihre Spenden medienwirksam mit unserer Pressearbeit! Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: gesine.schuer@rostock.de
| Nr. | Person, Institution, Firma | Betrag |
|---|---|---|
| 1. | Ulrike Zobel-Gillmair privat |
100,00 Euro |
| 2. | Franz Josef Wegener privat |
25,00 Euro |
| 3. | Gesine Schuer Büro Hanse Sail |
100,00 Euro |
| 4. | Tobias Lehmann & Carolin Feneis |
99,00 Euro |
| 5. | Reinhard Kai Liebers privat |
25,00 Euro |
| 6. | Helmut Laufer privat |
100,00 Euro |
| Gesamt: | 449,00 Euro |




















































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